Künstliche Intelligenz im Recruiting

# HR-Insights

Viele Menschen fragen sich: “KANN eine Maschine tatsächlich die selben Aufgaben wie ein menschliches Gehirn bewältigen?” Glaubt man internationalen Wissenschaftlern und den Forschern des Austrian Research Institute for Artificial Intelligence (kurz OFAI), dann steht im Zentrum dieser Frage längst nicht mehr das Können der Maschine. Denn eines ist klar, die Entwicklung hin zu technologischen Innovationen, die „schlauer“ sind als wir Menschen und sich daher auch laufend selbst verbessern können, ist nicht mehr aufzuhalten. Die Frage, die bleibt, ist, ob und inwiefern wir gewillt sind uns auf künstliche Intelligenz zu verlassen und dieser unser Vertrauen schenken. Zahlreiche Prozesse, in denen Menschen eine Schlüsselrolle spielen, würden zukünftig durch Maschinen ausgeführt werden. Dabei geht es jedoch schon längst nicht mehr nur um für uns bereits „alltägliche“ Dinge, wie die Herstellung von Produkten an Fließbändern oder Hilfe bei Tätigkeiten im Haushalt.

Hilfe durch künstliche Intelligenz

Im Sinne von „Machine learning“ (das bedeutet, dass eine Maschine aufgrund diverser Algorithmen und Daten Vorhersagen trifft und sozusagen ständig mitlernt), zieht künstliche Intelligenz auch in die HR-Welt ein. Bereits heute existieren zahlreiche Programme die Recruitern ihren Arbeitsalltag erleichtern. Diese unterstützen die Personaler bei ihren täglichen Aufgaben, übernehmen jedoch nicht selbstständig wesentliche Schritte im Recruiting-Prozess. Letztendlich entscheiden die Personaler selbst welche Bewerber ausgewählt werden, oder wie die Personalentwicklungsmaßnahmen aussehen.

Eine große Anzahl an Bewerbern kann beispielsweise mithilfe von Matching-Software vorselektiert werden. Das System vergleicht das Anforderungsprofil offener Positionen mit den angegebenen Fähigkeiten des Kandidaten und errechnet deren Übereinstimmung. Kritiker gehen davon aus, dass vor allem die soziale und emotionale Perspektive von Maschinen nicht ausreichend berücksichtigt werden kann. Wie sollen Objekte die keine eigenständigen Gedanken haben, Gefühle oder Empathie entwickeln und aufzeigen können? Menschen treffen ihre Entscheidungen immerhin nicht nur aufgrund unwiderlegbarer Fakten, sondern auch aufgrund von Sympathie und anderen „Soft Facts“.

Ein Blick in die Zukunft

Gefühle hin oder her, als Fazit kann man sagen, dass bereits heute aus technischer Perspektive mehr möglich ist, als wir uns noch vor ein paar Jahren hätten träumen lassen. Also auch, dass in nicht allzu ferner Zukunft ein Computer selbstständig neue Mitarbeiter rekrutiert. Ob und vor allem wann sich die HR-Welt darauf einlassen wird, bleibt abzuwarten. Denkt man einen vollständigen Recruiting-Prozess Schritt für Schritt durch, müsste der Computer gleich zu Beginn richtig erkennen, wann Not am Mann ist und ein neuer Mitarbeiter benötigt wird. Dazu müssten alle Arbeitsprozesse in einem Unternehmen technisch, bzw. digital ausgelegt sein und immer mitverfolgt werden. Das ist zum Beispiel in Dienstleistungsbetrieben nicht immer möglich. Ganze Branchen müssten umstrukturiert werden. Fakt ist, dass viele Arbeitstellen wegfallen und zahlreiche neue Berufe auftauchen würden. Kann sich die HR-Welt darauf einlassen?

Das Thema künstliche Intelligenz spielt in Zukunft in vielen Bereichen unseres Lebens eine wichtige Rolle. Die Wissenschaftler des OFAI forschen derzeit in folgenden Bereichen:

  • Intelligent Music Information Retrieval
  • Machine Learning and Data Mining
  • Music Expression and Performance Research with Artificial Intelligence Methods

Nähere Infos dazu finden Sie unter www.ofai.at.

Was sagen die Forscher konkret zum Fortschritt des Themas künstliche Intelligenz im Personalwesen? Welche Bedeutung, Chancen und Herausforderungen bringen Innovationen in diesem Bereich für die Branche mit sich? Verfolgen Sie am 18. Februar 2016 beim HR-Brunch im Café Landtmann die Zukunftsprognosen der Wissenschaftler. Alle Infos zur Veranstaltung, der Anmeldung, den Experten und das Programm zum downloaden, finden Sie unter www.hr-brunch.com.

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