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Human Resources

Human Resources in der Theorie

Der Begriff Human Resources (kurz HR) ist ein bekannter und weitverbreiteter Anglizismus im Bereich der Personalwirtschaft. Grundsätzlich bezeichnet er das Humankapital eines Unternehmens. Andere Bezeichnungen sind weiters: Personalwesen, Humanvermögen oder Personalvermögen.

Nach unterschiedlichen wissenschaftlichen Gesichtspunkten gibt es diverse Definitionen und Begriffserklärungen für HR:

  • Die Wirtschaftswissenschaft spricht von Information und Wissen, das an das Personal eines Unternehmens gebunden ist.
  • Die Volkswirtschaftslehre bezeichnet damit Investitionen in die Bildung der Menschen.
  • Die Betriebswirtschaftslehre sieht hinter dem Begriff sowohl einen Produktionsfaktor, als auch Kapital.

Nachfolgendende Erläuterungen gehen von der betriebswirtschaftlichen Sichtweise aus. Dabei wird der Begriff im Sinne der praxisnahen Anwendung erläutert, Teilbereiche sowie Aufgaben erklärt und deren Relevanz hervorgehoben.

Begriffsdiskussion

Nach der betriebswirtschaftlichen Erklärung meinen die Begriffe „Produktionsfaktor“ und „Kapital“ hauptsächlich das Wissen und die Leistung der Mitarbeiter eines Unternehmens. Allein die Anzahl der Mitarbeiter eines Unternehmens gibt nicht genügend Auskunft über die Höhe des Humankapitals.

Die exakte Höhe dieses Kapitals ist also physisch schwer messbar, da es von der erbrachten Leistung des Personals abhängig ist.

In der Praxis wurde die Bezeichnung HR oft kritisiert und negativ assoziiert. Da heutzutage jedoch zahlreiche Begriffe aus dem englischen im deutschen Sprachgebrauch etabliert sind, findet man auch in zahlreichen Unternehmen die „HR-Abteilung“, oder den Jobtitel „Human Resources Manager“.

Bestandteile

Grundsätzlich ist das betriebliche Humankapital als Ganzes ein Bereich des immateriellen Vermögenswertes und stellt einen Beitrag zum Erfolg eines Unternehmens dar. Im Unternehmen kann Human Resources auf drei Teilbereiche aufgegliedert werden:

  • Individuelles Humankapital: Kompetenzen, Fähigkeiten, Motivation, Wissen, Erfahrung der einzelnen Mitarbeiter.
  • Dynamisches Humankapital: Prozess zur Beschaffung, Entwicklung, Einsatz und Freistellung von Mitarbeitern.
  • Strukturelles Humankapital: Aufbau, Organisation und Struktur des Personalbereichs und der Mitarbeiter.

Damit Mitarbeiter Leistung erbringen und zum Unternehmenserfolg beitragen, ist das Human Resource Management für die Planung, Steuerung und Kontrolle zuständig.

Human Resource Management

Allgemein hat das Human Resource Management (auch Personalmanagement, Personalwirtschaft oder Personalwesen) zwei Hauptaufgaben:

  1. Personalführung
  2. Personalverwaltung

Personalführung

Bei der Organisation von Human Resources spielen Personalplanung, Personalentwicklung, Personalkommunikation und die Zusammenarbeit mit Mitarbeitervertretern eine essentielle Rolle. Zusammengefasst werden diese Aufgabenbereiche als Personalführung.

  • Personalplanung: Ist für die Feststellung und Planung des Mitarbeiterbedarfs verantwortlich.
  • Personalentwicklung: Bezeichnet alle Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung der Fähigkeiten und Kompetenzen der Mitarbeiter.
  • Personalkommunikation: Stellt sicher, dass die Mitarbeiter über alle Informationen verfügen, die sie benötigen.

Personalverwaltung

Ein ebenso wichtiger Teilbereich von Human Resources, stellt die Personalverwaltung dar. Sie wird vor allem von administrativen Angelegenheiten geprägt. Der Personalbeschaffung, welche sicherstellt, dass die erforderlichen Mitarbeiter eingesetzt werden können, folgt der konkrete Personaleinsatz. Hier werden alle Aufgaben, die sich mit der Zuteilung der Mitarbeiter auf gewisse Stellen beschäftigen, zusammengefasst.

Weitere Funktionen unter dem Titel der Personalverwaltung sind:

  • Personalkontrolle und –controlling
  • Personalorganisation
  • Entgeltmanagement
  • Personalbetreuung
  • Personalpolitik

Human Resources in der Praxis

Die Mitarbeiter sind die wertvollsten „Ressourcen“ eines Unternehmens. Durch richtiges Human Resource Management und sinnvolle Maßnahmen der Personalentwicklung, können die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Dennoch kann durch unvorhersehbare Gründe eine Stelle im Unternehmen frei werden. Dank eines positiven Images am Arbeitsmarkt, wird jedoch die Personalbeschaffung, bzw. das Recruiting effizienter und schneller.