HR-Controlling 2019

# HR-Insights

Ganz nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Controlling ist besser“, spielt Controlling mittlerweile auch im Recruiting eine wesentliche Rolle. Deshalb ist es notwendig, Ihre Recruiting-Prozesse mithilfe von ausgewählten KPIs (Key Performance Indicators bzw. Kennzahlen) zu beobachten und zu analysieren. Wir zeigen Ihnen, warum HR-Controlling 2019 besonders wichtig ist und in welche Richtungen sich die Personalwelt und der Arbeitsmarkt im letzten Jahr entwickelt haben.

Welche KPIs auch für Ihr Unternehmen relevant sind, zeigen wir Ihnen in unserem neuen Whitepaper „KPI im Recruiting“!

Mit KPIs zum Erfolg

Motivierte Mitarbeiter tragen maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Umso wichtiger ist es, dass Sie die vielversprechendsten Kandidaten erreichen und von Ihrem Unternehmen überzeugen. Ein optimierter Recruiting-Prozess hilft Ihnen dabei. Versuchen Sie deshalb, beispielsweise die Time-to-Reply (Dauer, bis einem Bewerber geantwortet wird) möglichst kurz zu halten und auch die gesamte Time-to-Hire (Dauer, bis ein Mitarbeiter eingestellt wurde) zu minimieren. Kandidaten wollen sich schließlich schnell und unkompliziert bewerben und binnen kurzer Zeit eine Antwort erhalten. Zeigen Sie als Unternehmen, dass Sie jede einzelne Bewerbung, ob passend oder nicht, zu schätzen wissen und reagieren Sie zeitnah darauf.

Wie eine Bewerbermanagement Software hilft

Um KPIs wie die Time-to-Hire zu minimieren, müssen Sie die Kennzahlen zunächst definieren, messen und interpretieren. Da Sie hierbei oft mit einer Vielzahl an Daten arbeiten und dadurch leicht den Überblick verlieren, kann sich ein Bewerbermanagementsystem als nützlich erweisen. Dadurch sind laufende Vergleiche möglich und es erleichtert Ihnen die Datensammlung und darauffolgende Auswertung. Eine Nutzerstudie von Capterra zu den aktuellen HR Trends hat ergeben, dass auch heute noch knapp 30% der Unternehmen keine spezielle Software zur Personalverwaltung einsetzt. [1] Genau die gleiche Anzahl, nämlich 30%, nutzen KPIs nicht gezielt zur Messung ihres Recruiting-Erfolgs [2]. Zufall, dass diese beiden Zahlen übereinstimmen? Wir glauben nicht!

Recruiting in Zahlen

2018 war ein sehr aufregendes HR-Jahr. Blicken wir also auf das vergangene Jahr zurück und sehen uns an, welche Branchen und Abteilungen eine besonders kurze Time-to-Hire aufwiesen und wo sich die Nachbesetzung freier Stellen als schwierig erwies. Die folgende Infografik bietet Ihnen aussagekräftige Einblicke ins Recruiting in verschiedenen Branchen und Abteilungen.

Controlling im vergangenen Jahr

Mitarbeitersuche 2018 – Top 3

Im vergangenen Jahr wurden in einigen Bereichen besonders viele Mitarbeiter gesucht. Die beiden Spitzenreiter waren die Sales- und IT-Abteilungen. Obwohl der Bereich Verwaltung auch noch unter die Top 3 in der Mitarbeitersuche fiel, gab es im Sales mehr als doppelt so viele freie Stellen zu besetzen.

Mitarbeiteranstellung 2018 – Top 3

Die Kundenorientierung der Unternehmen ist im letzten Jahr angestiegen, was sich daran zeigt, dass insbesondere in den Bereichen Sales und Kundenservice eine Vielzahl an neuen Mitarbeitern eingestellt wurde. Da Unternehmen im Sales viele neue Fachkräfte suchten, ist es kaum überraschend, dass die Sales-Abteilung es in diesem Ranking auf den 2. Platz schaffte. Geschlagen wurde sie nur vom Kundenservice, der im Jahr 2018 noch einmal 20% mehr an neuen Fachkräften einstellte. Schlusslicht der Top 3 bildet hier der Bereich Einkauf, der fast ein Drittel weniger Mitarbeiter einstellte.

Time-to-Hire

Die Time-to-Hire ist wohl die Kennzahl schlechthin, die Einblicke in Ihren Recruiting-Prozess bietet. Zu diesem KPI gibt es die verschiedensten Interpretationen, die unternehmensintern festgelegt werden können. Wir verstehen darunter die Zeit, die für einen Bewerber von der Bewerbung bis hin zur Einstellung vergeht. Bereiche wie der Einkauf und der Kundendienst wiesen mit 28 Tagen bzw. 31 Tagen die kürzeste Time-to-Hire auf. Die längste Einstellungsdauer mit 58 Tagen bzw. 50 Tagen war in den Bereichen Management, Medizin und Öffentlichkeitsarbeit.

Time-to-Rejection

Um Ihr Recruiting zu optimieren, ist es auch sinnvoll, die Time-to-Rejection (Zeit, bis eine Absage erteilt wurde) zu messen. Wie lange benötigten Unternehmen 2018, um Kandidaten mitzuteilen, dass sie leider nicht für einen gewissen Job passend waren? Spitzenreiter waren hierbei die Bereiche IT, Verwaltung und HR, in denen den „Leider Nein“-Kandidaten binnen 19 Tagen abgesagt wurde. Beinahe doppelt so lange, nämlich 33 Tage, betrug die Zeitspanne, bis Kandidaten für Jobs in den Bereichen Projektmanagement und Forschung eine Absage erhielten.

Hire Percentage

Besonders interessant ist auch der Prozentsatz der Neuanstellungen (Hire Percentage). Er gibt Aufschluss über das Verhältnis der eingegangenen Bewerbungen zu den tatsächlich eingestellten Mitarbeitern. Der Bereich Einkauf führt diese Kennzahl an, in dem 12% der Bewerber auch tatsächlich eingestellt wurden. 2018 bekam somit jede 8. Person, die sich in diesem Bereich beworben hat, einen Job in der Abteilung Einkauf. Im Bereich HR wurde im letzten Jahr nur 1 von 50 Personen eingestellt, was 2% entspricht. Das zeigt uns, dass es eine Vielzahl an Bewerbern auf eine freie Stelle gab.

Was aber sagen uns all die Zahlen für dieses Jahr? Auch 2019 sollten Sie als Unternehmen Ihre Recruiting Kennzahlen im Auge behalten und HR-Controlling in Ihr Unternehmen miteinbeziehen. Verbessern Sie Ihre KPIs, überzeugen Sie vielversprechende Bewerber von Ihrem Unternehmen und machen Sie 2019 zu Ihrem erfolgreichsten Recruiting-Jahr!

Weitere Informationen zu KPIs und wie Sie damit Ihrem Recruiting-Erfolg Schritt für Schritt näherkommen, finden Sie in unserem kostenlosen Whitepaper „KPI im Recruiting“!


[1] Capterra 2019, Nutzerstudie zu HR Trends 2019
[2] forsa 2018, Key Performance Indicators (KPIs) im Personalbereich
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