Employer Branding

# HR-Toolkit: Glossar

Die Entstehung des Begriffs Employer Branding

Die Veränderung des Arbeitsmarktes in den letzten Jahren bekommen nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitgeber zu spüren. Zum einen herrscht ein akuter Fachkräftemangel, auf der anderen Seite hat sich das Verhalten von Arbeitnehmern drastisch verändert.

War es vor 15 Jahren noch normal den ersten Job bis zur Pension zu behalten und innerhalb eines Unternehmens die Karriereleiter Schritt für Schritt nach oben zu klettern, so hat sich der idealtypische Ablauf eines Arbeitslebens dahingehend geändert, dass Young-professionals immer öfter selbst die Initiative ergreifen und bewusst nicht länger als drei bis fünf Jahre in einem Unternehmen bleiben. Die Gründe dafür sind vielfältig – die Konsequenz ist allerdings für alle Unternehmen die gleiche: Sie müssen vermehrt um die Gunst von guten Bewerbern kämpfen.

Definition Employer Branding

Dies führt auch umgehend zu der eigentlichen Bedeutung von Employer Branding – nämlich aktiven Maßnahmen von Unternehmen, um Ihre Arbeitgebermarke zu steigern. Dabei ist nicht die Bewerbung von aktuellen Stellenausschreibungen gemeint, sondern Marketingaktivitäten, die das Unternehmen als Ganzes als attraktiven Arbeitgeber positionieren.

Maßnahmen

Als Employer Branding Maßnahmen gilt eigentlich alles, dass die Arbeitgebermarke stärkt. Entsprechend vielzählig sind auch die Maßnahmen, die dazu eingesetzt werden. Hier ein paar Beispiele:

Die eigene Karriereseite

Erzählen Sie die Geschichte Ihres Unternehmens und vermitteln Sie einen authentischen Eindruck, wie es ist, bei Ihnen zu arbeiten. Die Produktion von eigenen Fotos und der Verzicht auf Stockphotos lohnt sich. Die Einbindung von Arbeitgeberbewertungen wie z.B. Kununu verleiht den auf Ihrer Karriereseite vorhandenen Insights und Bildern ein großes Maß an Glaubwürdigkeit.

Karriereveranstaltungen

Das Teilnehmen an Recruiting-Messen und
-Veranstaltungen ist zwar nicht besonders skalierbar, wird aber genau aus diesem Grund oft unterschätzt. Ein großer Pluspunkt: Sie sind ganz nah an Ihrer Zielgruppe. Handelt es sich um universitäre Karrieremessen, haben Sie die Möglichkeit klar zwischen technisch, geisteswissenschaftlich und betriebswirtschaftlich orientierten Hochschulen zu unterscheiden

Sponsoring

Doch es lohnt sich nicht nur bei Karriereverstaltungen Präsenz zu zeigen. Beim Employer Branding geht es vor allem darum, sich gegenüber seiner Kandidatenzielgruppe in ein bestimmtes Licht zu stellen. Ist man beispielsweise ein Sportartikelhersteller und auf der Suche nach sportaffinen Kandidaten, so könnte das nächste lokale oder überregionale Sportevent genau das richtige für Sie sein.

Der firmeneigene Bewerbungsprozess

Inzwischen investieren viele Unternehmen, wie oben beschrieben, in schöne Karriereseiten, die einer strikten CI folgen und auch mobilfähig sind. Doch beim Bewerbungsprozess angekommen, findet ein Bruch im Benutzererlebnis des Bewerbers statt. Stellenausschreibungen sind häufig als .pdf-Dokument oder als .html-Seite vorhanden, auf die sich der Bewerber nur via E-Mail bewerben kann. Ein anderer Teil der Unternehmen hat eine Bewerbermanagement Softwareeingebunden, die den Kandidaten zwar eine online Bewerbung ermöglicht, aber nicht in das moderne Konzept der Karriereseite passt und das Gefühl vermittelt im Zeitalter von Windows 95 zu sein. Schöne Bilder, Texte und Unternehmensinsights wirken da schnell wie eine bloße Fassade.