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Diversity Management im Unternehmen

Was versteht man unter Diversity Management?

Eine vielfältige Belegschaft ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Gründe dafür sind zum Beispiel eine vermehrte Migration, die veränderte Position der Frau im Berufsleben, die Zunahme der Bedeutung des Individuums, die Etablierung anderer Lebensstile und die zunehmende globale Vernetzung. Zum einen unterscheiden sich Mitarbeiter durch äußerliche Merkmale, wie Geschlecht, Alter, körperlicher Gesundheit oder Ethnie. Andererseits gibt es auch viele subjektive Wahrnehmungsunterschiede. Zu diesen zählen zum Beispiel die religiöse Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung oder ein alternativer Lebensstil. Eine solche Vielfalt an unterschiedlichen Mitarbeitern kann schnell zu Konflikten oder Diskriminierung führen. Das schränkt die Produktivität des Unternehmens langfristig ein. Richtig organsiert bringt eine vielfältige Belegschaft jedoch zahlreiche Vorteile mit sich. Das Diversity Management versucht dementsprechend eine möglichst vielfältige Belegschaft zu schaffen, diese aber gut zu organisieren und Diskriminierungen möglichst zu verhindern.

Welche Maßnahmen gibt es?

  • Mentoring-Programme
  • Rekrutierung von möglichst vielen unterschiedlichen Mitarbeitern
  • Abbau von Sprachbarrieren z.B. durch das Angebot von Sprachkursen
  • Verminderung von Stereotypen (z.B. Frauen=schwach)
  • Awareness-Trainings: Schaffung von Bewusstsein für die Bedeutung von Diversity im Unternehmen. Sensibilisierung für das Erkennen von Diskriminierung.
  • Skill Building-Trainings: Vermittlung von Skills, die in einer vielfältigen Belegschaft benötigt werden: Offenheit für Neues und Veränderungen, interkulturelle Kompetenzen und Kommunikation, Konfliktmanagement, etc.
  • Überprüfung der Personalpolitik auf mögliche diskriminierende Maßnahmen/Vorgehensweisen, z.B. genderneutrale Ansprache in Stellenausschreibungen, leicht verständliche Fragen in Auswahltests, etc.
  • Speisenangebot in der Kantine (vegan, koscher, vegetarisch..), Gebetsräume, Angebote für Mitarbeiter mit Kindern,…
  • Projekte in abteilungsübergreifenden Teams

Welche Vorteile hat gezieltes Diversity Management für ein Unternehmen?

Durch strategisch geplantes Diversity Management kann sich ein Unternehmen zahlreiche Vorteile (vor allem Wettbewerbsvorteile) verschaffen. Diese sind beispielsweise:

  • Eine enorme Steigerung der Innovationsfähigkeit, durch viele unterschiedliche Denkweisen und Ideen.
  • Öffnung neuer Märkte, durch ein breites Spektrum an interkulturellen Kompetenzen, zum Beispiel Sprachen.
  • Etablierung eines weltoffenen Firmenimages. Dies wirkt nicht nur gut auf internationale Kunden, sondern bedeutet auch eine Attraktivitätssteigerung im Hinblick auf junge Bewerber.
  • Hohe Wertschätzung der Arbeitnehmer, erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit und infolge dessen vermehrter Beitrag zur langfristigen Mitarbeiterbindung.
  • Schaffung einer offenen Organisationskultur. Mehr Flexibilität ermöglicht zum Beispiel eine leichtere Fusion mit ausländischen Unternehmen.
  • Aufbau von interkulturellen Kompetenzen zur Bewältigung zahlreicher Herausforderungen, die die zunehmende Globalisierung mit sich bringt.

Wie kann das Diversity Management effektiv umgesetzt werden?

Mit Hilfe von Diversity Management soll eine langfristige Veränderung in der Struktur und Denkweise des Unternehmens erzielt werden. Dies ist ein langwieriger Prozess, der gut geplant werden muss. Die konkrete Umsetzung von Diversity Management Maßnahmen ist abhängig von den zeitlichen und finanziellen Ressourcen eines Unternehmens. Daraus folgt, dass das Diversity Management eines Großunternehmens meist anders aufgebaut ist, als das von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Prinzipiell ist es aber sinnvoll, sich an einen gewissen Rahmen zu halten. Die folgenden 4 Schritte können dabei helfen:

  1. Schaffung von Verantwortlichkeiten: Auswahl von Mitarbeitern, die konkret mit der Durchführung des Diversity Managements betraut sind. In großen Unternehmen gibt es zum Teil sogar ganze Abteilungen, die sich mit Diversity Management beschäftigen.
  2. Ermittlung des Bedarfs an Maßnahmen: Sammlung von Informationen zur Personalstruktur und Mitarbeiterbefragungen zur Ermittlung der derzeitigen Integrationssituation.
  3. Festlegen von konkreten Maßnahmen und Erstellung eines Zeitplans zu deren Umsetzung.
  4. Kontrolle des Erfolgs: Den Erfolg eines solchen langwierigen Prozesses zu ermitteln, ist nicht einfach. Dennoch gibt es einige Kennzahlen, die helfen, die getroffenen Maßnahmen zu bewerten. Hierzu gehören zum Beispiel die Zufriedenheit der Mitarbeiter und auch der Kunden, die Vielfalt der Bewerber (zur Überprüfung, ob das Unternehmen auch von außen als „offen“ wahrgenommen wird), Fluktuationsrate, Befragung der Teilnehmer von Trainings, etc.