Arbeitgeberbewertung

# HR-Toolkit: Glossar

Social Media und Arbeitgeberbewertung

Eine positive Arbeitgeberbewertung durch Mitarbeiter ist heute wichtiger denn je. Nicht nur Arbeitgeber überprüfen die Social Media-Kanäle nach aufschlussreichen Informationen über ihre Bewerber. Auch Kandidaten suchen gezielt Bewertungen und Informationen über einen potentiellen neuen Arbeitgeber. Je nach Bewertung des Unternehmens als Arbeitgeber, kann dies den Ausschlag für oder wider eine Bewerbung geben.

Online Arbeitgeberbewertungs-Plattformen bieten positive wie negative Berichte über den Arbeitsalltag in zahlreichen Unternehmen. Dabei beschränken sich die Bewertungen nicht nur auf große Unternehmen. Ein positives Arbeitgeberimage ist für Unternehmen jeder Größe relevant.

Profile checken lohnt sich! Finden Sie heraus, was Ihre zukünftigen Mitarbeiter über Sie zu lesen bekommen.

Plattformen im Überblick

Arbeitgeberbewertungs-Plattformen sollen nicht nur eine praktische Hilfestellung für den Bewerber bei der Wahl seines potentiell nächsten Arbeitgebers sein, sondern können auch aktiv von Unternehmen für ihr Recruiting eingesetzt werden. Ein gepflegtes Profil auf entsprechenden Seiten ist natürlich nur in Kombination mit guten Bewertungen als HR-Marketing Maßnahme geeignet. Je nach Land, Region, Branche etc. gibt es unterschiedliche Plattformen. Zwei bekannte Beispiele sind kununu und jobvoting.

Kununu

Beinahe jedes Großunternehmen und zahlreiche KMU wurden bisher auf kununu bewertet. Für Unternehmen gibt es die Möglichkeit, ein Unternehmensprofil anzulegen und Arbeitgeberbewertungen anhand Bewertungs-Monitoring mitzuverfolgen. Konkret wird die Plattform für Employer Branding, Reputationsmanagement, zur Image-Pflege und als Feedback-Kanal eingesetzt.

Jobvoting

Jobvoting bietet Unternehmen ähnliche Services wie kununu. Die Unternehmensprofile sollen vor allem einer effizienten Zielgruppenansprache dienen. In die Profile der Unternehmen können auch Mitarbeiter-Berichte eingebunden werden, die den Arbeitsalltag im Unternehmen wiedergeben. Solche Mitarbeiter-Kampagnen sind äußerst empfehlenswert, müssen jedoch immer die Realität wiederspiegeln. Ansonsten kann es erst recht zu negativen Bewertungen kommen, da die Erwartungen der neuen Mitarbeiter und Bewerber nicht eingehalten werden.

Negative Arbeitgeberbewertung – kein Grund zur Panik!

Eine negative Arbeitgeberbewertung ist kein Grund zur Panik. Natürlich wird es potentielle Bewerber schnell abschrecken, wenn alle Bewertungen auf unterschiedlichen Plattformen durchwegs schlecht ausfallen. Ein schlechter Bericht unter vielen guten ist jedoch keine Tragödie. Bewerber haben inzwischen dank der jährlichen online Urlaubsbuchung gelernt, bei Bewertungen zwischen den Zeilen zu lesen. Interessierte Kandidaten werden sich immer selbst ein Bild vom Unternehmen machen wollen. Lassen Sie keine Kontaktpunkte ungenutzt und vermitteln Sie schon vor dem ersten persönlichen Treffen, dass Sie ein guter Arbeitgeber sind und in Ihrem Unternehmen der Mensch nicht nur eine Nummer ist.

Von Arbeitgeberbewertungen profitieren

Nutzen Sie eine Arbeitgeberbewertung, um aktiv ins Unternehmensgeschehen einzugreifen. Erkennen Sie eine negative Tendenz an Kommentaren frühzeitig. Werden beispielsweise Dinge, die Mitarbeiter früher besonders an Ihrem Unternehmen geschätzt haben, nicht mehr erwähnt, besteht Handlungsbedarf.

Erfolgreiche Employer Branding-Maßnahmen können zu einer besseren Arbeitgeberbewertung führen. Bedienen Sie sich der Plattformen auch was gegenseitiges Feedback anbelangt und finden Sie so heraus, warum zum Beispiel die Mitarbeiterfluktuation in Ihrem Unternehmen stetig steigt.

  • Kritik ernst nehmen
  • Feedback derzeitiger Mitarbeiter einholen (am besten anonym, z.B. mit Hilfe eines „Feedbackbriefkastens“)
  • Ziele setzen
  • konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation setzen (evtl. Mitarbeiter nach Verbesserungsvorschlägen fragen)
  • Maßnahmen evaluieren und fortlaufend überprüfen
  • Profile auf Bewertungsplattformen regelmäßig warten und überprüfen