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Anforderungsprofil erstellen

Wichtiger Teil des Jobinserats

Als essenzieller Teil einer vollständigen Jobanzeige müssen, neben einer genauen Jobbeschreibung, auch die gewünschten Fähigkeiten des neuen Mitarbeiters klar ersichtlich sein.

Tipp: Individuelle Anforderungsprofile stellen die idealtypische Beschreibung eines neuen Mitarbeiters, hinsichtlich einer spezifischen Stellenausschreibung, dar. Als Basis dient dabei das generelle, bereits vorhandene Anforderungsprofil der jeweiligen Stellen- oder Funktionsbeschreibung.

Wichtig ist: Eine Stelle oder Funktion entwickelt sich fortlaufend weiter. Das Anforderungsprofil auf das sich der Vorgänger beworben hat, muss nicht zwingend aktuell und richtig sein.
Teilen Sie interessierten Bewerbern gleich von Anfang an mit, nach welchen Fähigkeiten Sie suchen. Außerdem bilden Anforderungsprofile die Grundlage zur Bewerberauswahl, Mitarbeiterbeurteilung und Personalentwicklung. Unser Leitfaden gibt Ihnen eine Hilfestellung, ein Anforderungsprofil zu erstellen.

Ihr Leitfaden zum Erstellen eines Anforderungsprofils

Betrachtung der Kernaufgaben

Wenn Sie ein Anforderungsprofil erstellen, werden Sie als Recruiter Hilfe benötigen. Alte Anforderungsprofile bilden zwar eine gute Grundlage, sind jedoch unbedingt auf den aktuellen Stand zu bringen. Fragen Sie jenen Mitarbeiter, der derzeit noch die Position innehat, welche Aufgaben und Pflichten er täglich, wöchentlich, oder zu speziellen Anlässen übernommen hat. Ist der Mitarbeiter nicht mehr verfügbar, oder handelt es sich um eine gänzlich neue Stelle, sollten Kollegen und Vorgesetzte im näheren Arbeitsumfeld befragt werden.
Legen Sie sich eine übersichtliche Liste mit Arbeitsaufgaben an und gliedern Sie diese z.B. nach zeitlichen oder räumlichen Kriterien.

Benötigte Fähigkeiten und Charakteristika aufschlüsseln

Die konkreten Anforderungen können bezüglich der notwendigen Qualifikationen, Wissen, Erfahrungswerte, sowie sozialer Kompetenzen abgegrenzt werden. Im besten Fall erhalten Sie beim Erstellen eines Anforderungsprofils eine übersichtliche Tabelle mit den folgenden Unterpunkten:

  • formale Anforderungen (Schule, Studium, Erfahrung in einer Branche, etc.)
  • fachliche Anforderungen (branchenspezifische Kenntnisse oder Wissen, das z.B. durch formale Kriterien erworben wurde)
  • soziale Kompetenzen (Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, etc.)
  • personenbezogene Anforderungen (Flexibilität, Motivation, Reisebereitschaft, etc.)

Einen Blick in die Zukunft riskieren

Denken Sie, nachdem Sie alle Kriterien aus den aktuell ersichtlichen Aufgaben abgeleitet haben, einen Schritt weiter. Wie bereits erwähnt, entwickelt sich eine Stelle fortlaufend weiter. Überlegen Sie, welche weiteren Aufgaben möglicherweise in Zukunft von dieser Stelle ausgeführt werden müssen/können. Nehmen Sie das Entwicklungspotential gleich beim Erstellen des Anforderungsprofils als Auswahlkriterium mit auf. Im Rahmen von Personal- oder Führungskräfteentwicklung kann dieses Potential zukünftig von Vorteil sein.

Bewertungsmatrix ausarbeiten

Nicht alle Bewerber verfügen über die gleichen Fähigkeiten. Noch bevor die ersten Bewerbungen eingehen, kann beim Erstellen des Anforderungsprofils eine Skala entworfen werden, die zeigt, wie wichtig die einzelnen Erfordernisse für die Ausführung der Aufgaben sind. Erfüllen zum Beispiel zwei Bewerber fünf von sechs Anforderungen, kann klar bestimmt werden, welche Fähigkeiten für die Stelle relevanter sind.

Kandidaten-Personas

Versuchen Sie bei der Erstellung von Anforderungsprofilen gleich sogenannte Kandidaten-Persona zu entwerfen. Die Idee hinter Personas stammt aus dem Marketing und war ursprünglich dazu gedacht, Zielkundensegmente umfassend zu charakterisieren. Da heute immer mehr um qualifizierte Bewerber geworben werden muss, fanden Kandidaten-Personas großen Anklang im Recruiting. Grundsätzlich stellen diese Personas ideale Bewerber dar. Alle gewünschten Fähigkeiten, Charakteristika und Merkmale einer Person fließen in ein solches Profil mit ein.
Kandidaten-Personas für ein Anforderungsprofil erstellen – so funktioniert’s:

  • Kurzbeschreibung: Was macht diese Person aus?
  • Ausbildung und Erfahrung: Welche Schulbildung und Berufserfahrung hat die Person? In welchem Karriereschritt befindet Sie sich optimaler Weise?
  • Demographische Angaben: Vorsicht! Diese Angaben sind sehr heikel. Schränken Sie sich nicht ein, indem Sie beispielsweise gleich Alter, Geschlecht etc. eng eingrenzen.
  • Soziales Verhalten: Wie reagiert und verhält sich der neue Mitarbeiter gegenüber Kollegen, in Stresssituationen, etc.?
  • Persönlichkeitsmerkmale, Charakteristika, private Interessen, Ziele, etc.

Die Erstellung eines Anforderungsprofils kann mithilfe von Kandidaten-Personas, oder umgekehrt erfolgen. Wichtig ist: Schränken Sie Ihre Bewerberauswahl nicht zu sehr durch unrealistische Vorstellungen ein. Bleiben Sie offen für wandlungsfähige Kandidaten, die sich gerne in neue Themenbereiche einarbeiten. Auch Bewerber, die Ihr Anforderungsprofil nicht zu 100% erfüllen, können unter Umständen gut für die Stelle geeignet sein und Sie überraschen. Kandidaten-Personas sind hervorragend dafür geeignet, das erstellte Anforderungsprofil zu überprüfen.